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Neu in 2011: Anders als bisher werden nicht mehr alle Einwohnerinnen und Einwohner befragt. In erster Linie werden Daten aus Verwaltungsregistern genutzt (z.B. Melderegister der Kommunen, Daten der Vermessungsverwaltungen, Register der Bundesagentur für Arbeit). Zusätzlich erfolgt eine stichprobenartige Befragung der Einwohner zu Themen wie Bildung, Ausbildung und Beruf.
Der Zensus startet am 9. Mai 2011. Wie in ganz Deutschland werden auch in Gronau rund 10 % der Bürgerinnen und Bürger Auskünfte zu ihren persönlichen Verhältnissen geben müssen. „Zwischen dem 9. Mai und dem 31. Juli werden die Erhebungsbeauftragten an den Türen der insgesamt 4.503 stichprobenartig ausgewählten Bürgerinnen und Bürger klingeln und einen Termin vereinbaren“, erklärt Pressesprecherin Lena Flucht. Bis zum Befragungsstart werden 44 Interviewer in Gronau geschult, die den Fragebogen gemeinsam mit den ausgewählten Bürgerinnen und Bürgern ausfüllen können. Die Stadt Gronau weist darauf hin, dass der Fragebogen auch eigenständig mit der Post an IT.NRW gesandt oder online beantwortet werden kann. Die Beantwortung der Fragen ist jedoch grundsätzlich Pflicht. Wer keine oder falsche Antworten gibt, dem droht ein Zwangsgeld.
Themen des Fragebogens sind unter anderem Wohnsituation, Migrationshintergrund, Religion, Ausbildung und Erwerbstätigkeit. Die zentrale Erhebungsstelle des Kreises Borken weist darauf hin, dass die Daten ausschließlich statistischen Zwecken dienen und ansonsten der Geheimhaltung unterliegen. Eine Weitergabe – auch an andere Behörden – ist ausgeschlossen. Im Rahmen der Schulungen wurden die Interviewer auf das Statistikgeheimnis verpflichtet.
Zusätzlich zur Haushaltebefragung werden auch Bewohnerinnen und Bewohner aller Wohnheime, Gemeinschaftsunterkünfte usw. durch die Erhebungsbeauftragten befragt.
Außerdem erfolgt eine Gebäude- und Wohnungszählung bei allen Eigentümerinnen und Eigentümern. Diese Zählung erfolgt jedoch rein postalisch. Der Fragebogen wird vom Statistischen Landesamt, IT.NRW, zugesandt und muss ausgefüllt zurückgeschickt werden. Eine Online-Beantwortung ist unter www.zensus2011.de möglich. Fragen zur Gebäude- und Wohnungszählung beantwortet IT.NRW unter der Servicenummer 0211/882593693.
Der Zensus 2011 findet in diesem Jahr EU-weit statt. Es ist die erste Volkszählung in Deutschland seit 1987. Beim Zensus wird ermittelt, wie viele Menschen am 9. Mai 2011 in einem Land, in einer Gemeinde leben, wie sie wohnen und arbeiten. Der Zensus zeichnet sich durch seine kleinräumige Gliederung der Ergebnisse aus. Dadurch stehen auf Bundes- und Landesebene, aber auch für Kommunen aussagekräftige Planungsdaten bereit.
Ab Juli erfolgt eine Wiederholungsbefragung zum Zensus. Die Wiederholungsbefragung, die bei rund 5% der Interviewten durchgeführt wird, dient zur Absicherung der Erebnisse der Haushaltebefragung in Hinblick auf die Ermittln der amtlichen Einwohnerzahl. Ansprechpartner für die erneute Befragung ist IT.NRW (Rufnummer siehe oben).
Allgemeine Fragen zum Zensus beantwortet die Erhebungsstelle im Borkener Kreishaus unter der Rufnummer 02861/82-1133, die während der normalen Öffnungszeiten des Kreishauses zu erreichen ist. Vom 9. Mai bis zum 31. Juli dehnt die Erhebungsstelle ihre Öffnungszeiten deutlich aus. Dann ist sie montags bis freitags von 8 bis 19 Uhr geöffnet und telefonisch montags bis freitags von 8 bis 20 Uhr sowie samstags von 10 bis 13 Uhr erreichbar.
Grundsätzliche Informationen zum Zensus gibt es im Internet unter www.kreis-borken.de/zensus2011 oder www.zensus2011.de.
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