Neues Leben in der „Alten Synagoge Epe“

Für gläubige Juden ist und bleibt das Gebäude an der Wilhelmstraße 5 in Epe ein heiliger Ort. Es war eine Synagoge und wird es ihrem religiösen Verständnis nach auf ewig bleiben. Auch nach den Schändungen in der Reichspogromnacht am 9. November 1938; auch nach der Zweckentfremdung als Feuerwehrhaus.

Im Gronauer Stadtteil Epe, in dem heute keine Juden mehr leben, steht die einzige von einst 13 im Kreis Borken existierenden Synagogen, die noch erhalten ist.

Die Fachleute des Landschaftsverbands Westfalen-Lippe sehen nach ihren gebäudearchäologischen Untersuchungen in der einstigen Synagoge ein im weiten Umkreis einmaliges Beispiel, in dem sich ein ganz bestimmtes Stück deutscher Geschichte widerspiegelt: Es belegt die Existenz der jüdischen Bevölkerung in Epe Anfang des 20. Jahrhunderts. Es belegt gleichzeitig aber auch die Vorgänge der Pogromnacht und den Versuch der Nationalsozialisten, jegliche Spuren des jüdischen Lebens aus dem öffentlichen Bereich zu entfernen, ja auszulöschen.

Übermauerte Rundbogenfenster
Freigelegte Mikwe
 Freigelegte Wandflächen mit Farbgebung 

Das Zuschütten und Zubetonieren der Mikwe, das Entfernen der Frauenempore und der Thora-Nische, das Zumauern bzw. Verändern der charakteristischen Rundbogenfenster – all das spricht Bände. Daher soll auch das Gebäude nicht in den Zustand vor 1938 zurückgebaut werden. Es widerspräche dem Denkmalgedanken. 

Um das 1907 erbaute Gebäude vor dem drohenden Verfall zu retten, haben engagierte Bürger einen Initiativkreis, den Förderkreis Alte Synagoge Epe gegründet, der diese Stätte zukünftig mit Leben füllen möchte.

Die „Alte Synagoge Epe“ soll als musealer Ort des Erinnerns genutzt werden, um jüdische Geschichte und jüdisches Alltagsleben darzustellen, sowie als Ort der Begegnung und des Lernens für die Bevölkerung.

Ein Mahnmal für Versöhnung und gegenseitige Toleranz der Religionen soll entstehen. 

Ermöglicht hatte dies ein Bürgerantrag des Förderkreises im Haupt‐ und Finanzausschuss, der, für viele überraschend, einstimmig angenommen worden war, denn die Ideen und Vorschläge des „Förderkreises Alte Synagoge Epe“ für ein künftiges Nutzungskonzept fanden eine breite Zustimmung. 

Der Eintrag in die Denkmalliste der Stadt ist ein erster Schritt auf dem Weg zu einer angemessenen Nutzung des Gebäudes.

Viele weitere Schritte werden noch folgen müssen. Die baulichen Pläne und die künftige Nutzung werden in ein Gesamtkonzept einfließen müssen. Fachleute, Politiker und Förderkreismitglieder sind gefragt!


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