Biotonne
Allgemein - Biotonne
Die Abfuhr des Bioabfalls erfolgt 14-täglich. Es stehen 60-, 120- und 240-Liter-Tonnen zur Verfügung. Die Gefäße mit braunem Deckel werden durch die Stadt gestellt.
Achten Sie darauf, dass kein Restmüll, kein Glas oder Plastik/Kunststoffe, auch keine sogenannte Bio-Kunststoffe in die Biotonne gehören. Nutzen Sie Bioabfalltüten aus Papier!
Was gehört in die Biotonne?
- Abfälle aus der Speisenzubereitung, Essensreste und Kaffeesatz
- überlagerte oder verdorbene Lebensmittel, z.B. Obst, Gemüse, Backwaren „unverpackt“!
- organische Abfälle aus Küche und Esszimmer, z.B. Küchenpapier, Kaffeefilter
- Grünabfall aus Haus und Garten wie verwelkte Blume, Topfpflanze „ohne Topf“, alte Blumenerde, Laub, Rasenschnitt, Unkraut, Fallobst, Strauchwerk
- gebrauchtes, organisches Einstreu wie Sägespäne und Heu für Kleintiere; nichtmineralisches Einstreu bitte nur in den Restmüll
- Säge- und Hobelspäne von unbehandeltem Holz
Tipps für die Biotonne
- Kleiden Sie Ihr Vorsortiergefäß mit (Zeitungs-)Papier oder einer Papiertüte aus.
- Wenn Sie nasse Bioabfälle in (Zeitungs-)Papier einwickeln, wird die Feuchtigkeit aufgesaugt. Das mindert Gerüche und hält die Tonne sauber.
- Größere Mengen Grünschnitt können Sie bei den Wertstoffhöfen und Grünabfallannahmestellen abgeben.
- Bitte werfen Sie keinen anderen Abfall in die Biotonne, auch keine Folienbeutel.
- Wenn Sie nicht auf Folienbeutel verzichten wollen, dann entleeren Sie den Inhalt in die Biotonne und den Beutel selbst bitte in die Restmülltonne.
Aktion Saubere Biotonne
Die Kommunen im Kreis Borken und die Entsorgungsgesellschaft Westmünsterland mbH (EGW) haben sich für ein gemeinsames Projekt zusammengeschlossen, um zukünftig gezielt die Qualität des Bioabfalles zu verbessern.
Als Alternative zu Plastiktüten bieten die Kommunen und die EGW Papiertüten für die Bioabfallsammlung in der Küche kostengünstig zum Kauf bzw. teils auch kostenlos über Gutscheinaktionen an. Ein Gebinde der Papiertüten umfasst 50 Einzeltüten. Die Papiertüten sind mit Informationen zur korrekten Erfassung der Bioabfälle bedruckt, fassen 9 Liter Bioabfall und bleiben im feuchten Zustand stabil.
Erhältlich sind die neuen Papiertüten für die Bioabfallsammlung bei den kommunalen Wertstoffhöfen und bei der EGW im 50er Pack für 3,00 Euro.
Biotonne im Sommer
Die Bioabfälle aus Küche und Garten werden getrennt vom Restmüll gesammelt und in einer Kompostierungsanlage zu wertvollem Kompost verarbeitet.
Gründe warum es bei sehr hohen Sommertemperaturen zu Geruchsbelästigung durch die Biotonne kommt, gibt es genug. Jeder Biotonnenbenutzer kann selbst durch richtigen Umgang mit der Biotonne die Geruchsbildung und den Madenbefall erheblich reduzieren oder sogar verhindern.
Vermeidung von Geruchsbelästigungen und Verhinderung von Madenfall
Ist keine ausreichende Belüftung, sei es durch Nässe oder aus anderen Gründen gewährleistet, kommt es zu einer starken, unangenehmen Geruchsbildung. Diese Gerüche locken Fliegen an, die ihre Eier im Bioabfall ablegen, aus denen dann Maden (Fliegenlarven) schlüpfen.
Deshalb: praktische Tipps
Die Biotonne nicht in die pralle Sonne stellen, sondern einen kühlen, schattigen Standplatz suchen.
Sämtliche Essensreste (insbesondere Fleisch-, Fischabfälle, verdorbene Lebensmittel und Obstabfälle) sofort in der Küche fest in Zeitungspapier einwickeln, damit eine Eierablage von Fliegen von vornherein verhindert wird.
Keinesfalls Hochglanzpapier verwenden, da dieses Schwermetalle enthält!
Nasse oder feuchte Bioabfälle, z. B. Rasenschnitt, möglichst vor dem Einfüllen antrocknen (sog. Aufwelken) lassen und nicht in die Biotonne pressen - evtl. mit Strukturmaterial (z.B. Strauchschnitt) auflockern.
Die Behältnisse zum Vorsortieren mit Zeitungspapier oder Papiertüten (im Handel erhältlich, z.B. Swirl, Melitta, AS) auslegen. Bitte keine Plastiktüten verwenden!
Die Biotonne, vor allem ihren Boden, nach jeder Leerung mit Papier oder anderem saugfähigen organischen Material auslegen bzw. doppelwandige Papiersäcke verwenden, um ein Festkleben des Bioabfalls zu verhindern.
Zwischenlagen aus Stauden, Unkraut, Heckenschnitt ersatzweise auch Knüllpapier aus Küchenkrepp, Papiertaschentüchern und Zeitungspapier verwenden.
Den Deckel der Biotonne weitestgehend geschlossen halten! Zum Schutz vor Fliegen und Ungeziefer eventuell zusätzlich einen Jutesack, Nylonstrumpf, Plastikfolie, Fliegendraht oder ähnliches als Abdeckung/Überzug benutzen, auch wenn die Biotonne zum Austrocknen offen bleibt.
Quarz-, Gesteinsmehl oder andere im Handel erhältliche Zuschlagsstoffe mindern Geruchsbildung und beugen Madenbefall vor. Schon eingetretener Befall lässt sich durch dünnes Bestreuen mit Naturkalk (kein kalkhaltiger Dünger) bekämpfen. Brandkalk nur im äußersten Notfall verwenden, da ätzend (Vorsicht bei der Handhabung). Maden in und um die Biotonne können mit verdünnter Essig-Essenz bekämpft werden (Vorsicht Sprühnebel nicht einatmen).
Verwenden Sie keine Schädlingsbekämpfungsmittel!
Ist das Biogefäß sehr verschmutzt, empfiehlt sich im Hochsommer ein häufigeres Ausspülen mit Wasser.
Die Biotonne im Winter - Eiszeit in der Biotonne
Im Winter kann ein zu hoher Feuchtigkeitsgehalt in der Tonne zum anfrieren der Abfälle führen, die sich dann nicht ins Entsorgungsfahrzeug umfüllen lassen:
Schütten Sie deshalb auf den Boden der Tonne möglichst trockenes grobes Zweig- oder Astmaterial oder nehmen Sie zerknülltes Zeitungspapier, Well- oder Eierpappe als Unterlage.
Wickeln Sie alle nassen Abfälle insbesondere Speiseabfälle in Küchen- oder Zeitungspapier.
Ein kräftiges Aufsetzen der Tonne und Lockern des Mülls am Abfuhrtag sowie ein geschützter, wärmerer Platz können zusätzlich Abhilfe schaffen.
Bei Frost sollten Sie deshalb die Biotonne - soweit möglich - erst am Morgen des Abfuhrtages an die Straße stellen.
