Im Beisein von Polizeihauptkommissarin Heike Kormann und Jan Bakenecker-Serné von der Stadt Gronau wurde das Mahnrad am Freitag an der Unfallstelle angebracht. Es ist das erste Mahnrad in Gronau, das offiziell durch die Kreispolizeibehörde Borken aufgestellt wurde.
Mahnräder werden im Kreisgebiet durch die Kreispolizeibehörde an Orten aufgestellt, an denen Radfahrende tödlich verunglückt sind. Sie dienen als optische Mahnmale, die an das Einzelschicksal der verstorbenen Person erinnern und gleichzeitig die Verkehrsteilnehmenden für die Gefahren im Straßenverkehr sensibilisieren. Ziel ist es, die Aufmerksamkeit zu erhöhen und zur Vorsicht anzuhalten, um ähnliche Tragödien in Zukunft zu vermeiden. Das erste Mahnrad im Kreis Borken wurde vor rund vier Jahren in Vreden aufgestellt; seither stehen mehrere dieser Mahnzeichen im Kreisgebiet. Das Mahnrad an der Gronauer Straße soll voraussichtlich für etwa drei Monate vor Ort verbleiben.
„Es geht nicht nur darum, zu mahnen, sondern darum, dass so etwas nicht noch einmal passiert“, erklärte Polizeihauptkommissarin Heike Kormann. Sie betonte, dass Präventionsarbeit zwar schwer messbar sei, aber kontinuierlich fortgeführt werden müsse. „Es ist entscheidend, dass wir immer wieder an Verbesserungen arbeiten und Optimierungspotenziale nutzen.“ Das Mahnrad soll alle Verkehrsteilnehmenden daran erinnern, wie wichtig umsichtiges Verhalten im Straßenverkehr ist.
Die Maßnahme wurde in enger Absprache mit den Angehörigen des Unfallopfers sowie den Unfallbeteiligten abgestimmt. Die Polizei legt großen Wert darauf, alle Parteien in die Entscheidung einzubeziehen, da es wichtig ist, solche Schritte gemeinsam zu besprechen.
Begleitend zu dieser Maßnahme hat die Stadt Gronau das Geländer am Bahnübergang verlängert, um die Sicherheit an dieser Stelle zusätzlich zu erhöhen.

