Kulinarischer Diskurs über globale Gerechtigkeit
Die Veranstaltung versteht sich nicht nur als kulinarisches Angebot. Sie ist ein Impuls zur Reflexion über postkoloniale Handelsstrukturen. Durch das gezielte Anbieten von Kostproben aus fairem Handel wird die Brücke geschlagen zwischen täglichem Konsum und den Lebens- sowie Arbeitsbedingungen im globalen Süden. Ziel ist es, das Bewusstsein für existenzsichernde Löhne, das Verbot von ausbeuterischer Kinderarbeit und ökologische Mindeststandards zu schärfen.
Synergien für den strukturellen Wandel
Die Aktion gliedert sich in das bestehende Nachhaltigkeitsprofil der Institution ein. Ein sichtbares Zeichen im Alltag der Bücherei ist der „Fairomat“. Dieser mechanische Warenautomat bietet dauerhaft fair gehandelte Snacks an. Er beweist, dass nachhaltiger Konsum ohne großen logistischen Aufwand in den öffentlichen Raum integriert werden kann.
In Sachen fairer Handel kooperiert die Stadtbücherei eng mit dem Drilandkolleg. Diese Bildungspartnerschaft unterstreicht den Anspruch Gronaus als zertifizierte „Fairtrade-Stadt“. Sie verankert das Thema strategisch in der nachfolgenden Generation. Gemeinsam soll die Sensibilität für die sozioökonomischen Effekte unseres Einkaufsverhaltens im städtischen Raum nachhaltig ausgebaut werden. Interne und externe Impulse greifen so nahtlos ineinander.
Interessierte Bürger:innen sind eingeladen, ohne Voranmeldung vorbeizukommen. Neben den Kostproben bietet die Stadtbücherei themenspezifische Literatur und Raum für tiefergehende Diskussionen.
Stadtbücherei Gronau
- Mittwoch, 20.05.2026
- 10:00 – 12:00 Uhr
- kostenfrei, keine Anmeldung erforderlich
