Das DRK-Familienzentrum „Zum Regenbogenland“ und die Ev. Kita Katicabogar Evangelikus in Mezőberény möchten sich näher kennenlernen und eine Brieffreundschaft aufbauen. Die Idee entstand beim letzten Besuch der Gronauer Delegation in der ungarischen Partnerstadt. Die Leiterin der DRK-Kita, Birgit Hüsing-Hackfort, nahm im August an der Reise teil.
Für den ersten Kontakt haben die ältesten Kinder aus dem DRK-Familienzentrum gemeinsam mit ihren Erzieherinnen einen Brief geschrieben und ein Paket gepackt. Darin stellen sich die Kinder, die Erzieherinnen und die Kita anhand von Bildern vor. Außerdem laden sie die Kinder aus Mezőberény zu einer Brieffreundschaft ein.
Im Paket befinden sich verschiedene Postkarten, Informationen aus Gronau und das Maskottchen Türmchen. Acht Kinder brachten das Paket gemeinsam mit ihren Betreuerinnen Sandra und Birgit zur Post. Seitdem warten sie gespannt auf eine Antwort aus Ungarn. Bernadette Kovacs aus Mezőberény unterstützt das Brieffreundschaftsprojekt auf ungarischer Seite.
Nun hoffen die Regenbogenkinder, dass ihr Paket bald in Mezőberény ankommt und sie schon bald Post aus der ungarischen Partnerstadt erhalten.
Informationen zu Mezőberény :
Mezőberény liegt in Südostungarn im Komitat Békés. Die Kleinstadt in der südlichen Tiefebene hat rund 11.800 Einwohner:innen. Nach der Zerstörung der ersten Siedlung während der Türkenherrschaft wurde der Ort ab 1723 in drei Etappen neu besiedelt. Daran waren slowakische, deutsche und ungarische Siedler:innen beteiligt. In der Folge wuchs die Einwohnerzahl rasch.
Während der beiden Weltkriege erlitt Mezőberény große Verluste. Die Zwangsaussiedlung und der Austausch nationaler Minderheiten nach dem Zweiten Weltkrieg veränderten das ethnische Bild der Stadt. In den vergangenen 40 bis 50 Jahren entwickelte sich Mezőberény zunehmend industriell. Neue mehrstöckige Wohnhäuser entstanden, 1962 wurde das Gymnasium gegründet. 1989 erhielt Mezőberény das Stadtrecht.
Das allgemeine, sowie deutsch-ungarische bilinguale Gymnasium hat seinen guten Ruf weiter ausgebaut. Viele Einwohner:innen lernen bis heute die deutsche Sprache. Außerdem gibt es in der Stadt eine Deutsche Gemeinde, die die kulturellen Werte der ursprünglichen deutschen Einwohner:innen bewahrt.
Neben vier weiteren Partnerstädten verbindet Mezőberény eine Städtepartnerschaft mit Gronau. Nach privaten Besuchen aus Gronau folgten Jugendaustausche sowie gegenseitige Besuche von Mitarbeitenden der Verwaltungen. Aufgrund der gemeinsamen Geschichte und der deutschen Wurzeln vor Ort waren die Austausche für beide Seiten eine wichtige Bereicherung. 1991 wurde die Städtepartnerschaft offiziell besiegelt.
Anlässlich des 35-jährigen Bestehens reisten vom 19. bis 23. August 2026 eine städtische Delegation mit Bürger:innen aus Gronau und Epe nach Mezőberény. Gemeinsam feierten sie das Jubiläum und stärkten die langjährigen Kontakte zwischen den beiden Städten. Der Besuch fand zeitgleich mit dem ungarischen Nationalfeiertag statt, der in Mezőberény mehrere Tage lang mit den Feierlichkeiten „Berény Napok“ begangen wurde. Daher wurde das Jubiläum mit dem Nationalfeiertag verbunden.
