Stellvertretend für alle Beteiligten wurden Marlies Imping, Hubert Tempelmann und Viktor Wiens für ihre ehrenamtliche Arbeit in der Fahrradwerkstatt ausgezeichnet.
Bürgermeister Jörg von Borczyskowski betonte in seinem Grußwort an die Anwesenden, wie wichtig es sei, Menschen im Rahmen des Integrationspreises auszuzeichnen, die Engagement und Solidarität in unserer Stadt zeigen. Die Beteiligten der Fahrradwerkstatt setzen sich für bedürftige Menschen in Gronau ein, insbesondere für Asylbewerber:innen und Geflüchtete in der Stadt.
Nach dem Grußwort des Bürgermeisters sprach Frau Birgit Hüsing-Hackfort zu den Anwesenden. Als Vorsitzende des Ausschusses für Chancengerechtigkeit und Integration beschloss sie zusammen mit den Ausschussmitgliedern des ‚ACI‘ im Dezember 2025, wer den Integrationspreis „Gronau verbindet“ für das Jahr 2025 erhalten sollte.
Sie schloss sich der Aussage des Bürgermeisters an und betonte, dass der Ausschuss für Chancengerechtigkeit und Integration genau das im Projekt Fahrradwerkstatt gesehen hat. Eine Gruppe von engagierten Personen, die sich für hilfsbedürftige Menschen einsetzt und ihnen die Chance gibt sich durch eine neugeschaffene Mobilität und Stärkung der sozialen Kontakte in die Gesellschaft zu integrieren.
„Manchmal braucht es ein Fahrrad“, begann Bürgermeister Jörg von Borczyskowski anschließend in seiner Laudatio auf die Fahrradwerkstatt. „Ein Fahrrad bedeutet Mobilität und ermöglicht es, den eigenen Lebensraum zu erschließen und am gesellschaftlichen und kulturellen Leben teilzunehmen. Seit rund 20 Jahren gibt es in Gronau die Fahrradausgabe. Initiatorin und bis heute eine wichtige treibende Kraft des Projektes ist Marlies Imping“, so Bürgermeister Jörg von Borczyskowski in seiner Laudatio an die Preisträger:innen des Projekts. Frau Marlies Imping ist vielen in Gronau bereits bekannt in ihrer langjährigen Tätigkeit als Flüchtlingsberaterin und Engagierte bei der Integrationsarbeit. Bis heute gibt sie im Wirtschaftszentrum Gronau monatlich Fahrräder aus. Bei ihrer Arbeit wird sie von vielen weiteren Ehrenamtlichen unterstützt. Zu den Unterstützenden gehören Herr Otto Lohle, der zahlreiche Fahrräder aus der Nachbarstadt Enschede organisiert, Landwirt Josef Lütke-Glanemann, der seine Scheune kostenlos zur Verfügung stellt, die Bürgerstiftung, die finanziell unterstützt und viele weitere ehrenamtlich Aktive.

Nach Übergabe einer Urkunde und Plakette für Marlies Imping, Hubert Tempelmann und Viktor Wiens, sprach Frau Imping stellvertretend für das Projekt Fahrradwerkstatt und bedankte sich für die Ehrung. Sie erzählte von den Anfängen der Fahrradausgabe und betonte, dass es durch die starke körperliche und logistische Arbeit von Hubert Tempelmann und Viktor Wiens nicht möglich gewesen wäre, die Fahrradwerkstatt und Fahrradausgabe weiterzuführen.
Auch Herrn Markus Stücker, der bei Reparaturen und handwerklichen Tätigkeiten half, sprach sie ihre Dankbarkeit aus. Zuletzt verkündete sie, dass das Preisgeld von 900 €, die Bürgerstiftung erhalten wird.
Im anschließend stattfindenden Ausschuss für Chancengerechtigkeit und Integration wurde beschlossen, dass der Integrationspreis 2026 aufgrund der bald endenden Bewerbungsfrist und bestehender Haushaltssperre ausgesetzt wird. Für das Jahr 2027 soll der Integrationspreis wieder vergeben werden.
