Klimaschutz

Klimaschutz in Gronau

Bisherige Veranstaltungen im Rahmen des Klimaschutzkonzeptes

Auftaktveranstaltung am 28.07.21

Die Auftaktveranstaltung in der Bürgerhalle. Blick von der Empore auf die Reihen der Teilnehmenden.


Am 28.Juli gab die Auftaktveranstaltung für das Klimaschutzkonzept den Startschuss für die partizipative Erarbeitung des Klimaschutzkonzeptes der Stadt Gronau. Zahlreiche Bürgerinnen und Bürger waren an diesem Abend in die Bürgerhalle gekommen, um sich über das Projekt zu informieren sowie erste eigene Ideen und Vorschläge einzubringen. Dazu war eine ausführliche Beteiligungsphase eingeplant, bei der die Anwesenden Handlungsfelder priorisieren, Maßnahmenideen äußern und ihre Vision von einem klimafreundlichen Gronau im Jahr 2035 aufstellen konnten.

Die Präsentation sowie die Ergebnisse der Beteiligung finden Sie hier:

Klimawerkstatt "Anpassung an den Klimawandel" am 24.08.21

Ein Foto der Veranstaltung mit Blick Richtung Referenten.

In der ersten Klimawerkstatt ging es um die lokale Klimaanpassung. In einem Impulsvortrag erklärte Dr. Tobias Kemper von der EnergieAgentur.NRW den Klimawandel vor Ort und legte dar, wie seine Folgen für die Bevölkerung abgemildert werden können. Im Anschluss hatten die Teilnehmenden die Gelegenheit, Fragen an die Stadt zum Thema Hochwasservorsorge zu stellen, miteinander zu diskutieren und Ideen zu sammeln. Das Protokoll zum Download finden Sie hier: 

Informationen des Kreises Borken über individuelle Hochwasservorsorge (Klimaanpassung) finden Sie unter Mitmachen > Förderungen und Beratung.

Klimawerkstatt "Klimabildung und Konsum" am 30.09.21

Referentin Frau Fischer mit dem Maskottchen der Klimakitas, dem Klimakitaluchs.

In der zweiten Klimawerkstatt beschäftigten sich die Teilnehmenden aus Kitas, Schulen, Verwaltung und Politik mit den Themen Klimabildung und Konsum. Andrea Fischer von der EnergieAgentur.NRW stellte beispielhaft Projekte vor und stellte unter anderem die Thesen "Klimaschutzbewegung braucht Bildung" und "Klimaschutzbildung braucht Spaß" auf. Die Teilnehmenden sammelten in Gruppenarbeit Ideen für Maßnahmen in der Klimabildung und priorisierten diese anschließend. Die Ergebnisse finden Sie hier:

Klimawerkstatt "Planen, Bauen, Sanieren"

Teilnehmende kleben Punkte auf ihre Lieblingsmaßnahmen

Die dritte Klimawerkstatt zum Handlungsfeld "Planen, Bauen, Sanieren" hatte Energieeinsparungen im Gebäudesektor im Fokus. In einem Impulsvortrag legte Dirk Mobers von der EnergieAgentur.NRW die Herausforderungen und Handlungsoptionen von Kommunen im Gebäudesektor dar. Helene Püllen von der Gertec Ingenieurgesellschaft ergänzte mit einem Vortrag zu alternativen Ansätzen, bevor die Teilnehmenden in die Ideensammlung starteten. Die Präsentationen und Ergebnisse finden Sie hier:

Allgemeines zum Projekt

Projekt Klimaschutzkonzept

In ihrem integrierten Klimaschutzkonzept legt die Stadt Gronau Ziele und Strategien für den kommunalen Klimaschutz der nächsten 10-15 Jahre fest und erarbeitet kurz-, mittel- und langfristige Maßnahmen, um diese Ziele zu erreichen. Basierend auf einer Analyse des Ist-Zustandes, den aktuell realisierbaren Potenzialen sowie zahlreichen Beteiligungsformaten wird das Konzept auf die Voraussetzungen und Bedürfnisse vor Ort zugeschnitten. Auf diese Weise soll Klimaschutz als Querschnittsaufgabe nachhaltig in der Kommune verankert werden. Näheres zu den Bestandteilen des Konzeptes und dem zeitlichen Ablauf finden Sie hier.

Gronaus erstes Klimaschutzkonzept wird von der Nationalen Klimaschutz Initiative des Bundesministeriums für Umwelt, Naturschutz und nukleare Sicherheit gefördert. 

Projektträger Jülich

Titel des Vorhabens: KSI: Integriertes Klimaschutzkonzept und Klimaschutzmanagement für die Stadt Gronau (Westfalen); Laufzeit: 01.02.2021-31.01.2023; Förderkennzeichen: 03K13745


Für die Umsetzung des Projektes wurde mithilfe der Förderung eine neue, zunächst auf zwei Jahre befristete Stelle in der Verwaltung geschaffen. Klimaschutzmanagerin Carolin Wicke ist für die Planung, Erstellung und Umsetzung des Konzeptes verantwortlich und wird daran arbeiten, Klimaschutzaspekte nachhaltig in die Verwaltungsabläufe zu integrieren. Dazu kann sie Prozesse initiieren, organisieren, koordinieren und unterstützen. Außerdem gehören Öffentlichkeitsarbeit sowie lokale und regionale Vernetzung zu ihren Aufgaben.

  • Projektorganisation

    Um das Konzept möglichst gut auf Gronau und Epe zuschneiden zu können, werden drei Beteiligungsformate ins Leben gerufen: 

    Projektgruppe Klimaschutzkonzept

    Die Projektsteuerung übernimmt die eigens für das Projekt ins Leben gerufene, verwaltungsinterne „Projektgruppe Klimaschutzkonzept“. Sie leistet inhaltliche Vorarbeit für den Arbeitskreis in der Strategie-, Leitbild- und Zielentwicklung sowie für den Maßnahmenkatalog. So wird sichergestellt, dass partizipativ erarbeitete Maßnahmen umsetzbar sind und ausreichende Ressourcen für sie einkalkuliert werden. Zuletzt erarbeitet die Projektgruppe Strategien zur dauerhaften Verankerung von Klimaschutz in der Kommune ("Verstetigungsstrategie"), zur Wirksamkeitsprüfung der erarbeiteten Maßnahmen ("Controlling-Konzept") und zur weiteren öffentlichen Kommunikation ("Kommunikationsstrategie").

    Arbeitskreis Klimaschutzkonzept

    Für die Dauer der Konzepterstellung wurde außerdem ein politischer Arbeitskreis bestehend aus Vertretern der Fraktionen, einschlägigen Verbänden und Initiativen ins Leben gerufen. Dieser begleitet den Prozess indem er die Ergebnisse der Projektgruppe diskutiert sowie Fragen und Anregungen aus der Politik und Verbänden behandelt. Der Arbeitskreis berät sich zu klimapolitischen Leitbildern und Zielen sowie den prioritären Handlungsfeldern. Die in den Beteiligungsformaten erarbeiteten Maßnahmenvorschläge kann der Arbeitskreis diskutieren, priorisieren und Änderungswünsche äußern.

    Klimawerkstätten

    Um auch über die Verwaltung und Politik hinaus ExpertInnen und Interessierte in den Prozess einzubinden und gute Ideen zu sammeln, werden Workshops ("Klimawerkstätten") zu den vorläufigen Handlungsfeldern durchgeführt. Die Workshops sind als öffentliche Beteiligungsmöglichkeit vorgesehen, zu der die Teilnehmerinnen und Teilnehmer je nach Thema eingeladen werden. 

    Im Anschluss an einen Impulsvortrag werden in den Workshops themenbezogen Ideen gesammelt und diskutiert. So können Erfahrungen ausgetauscht und konkrete Maßnahmenvorschläge erarbeitet werden.

  • Handlungsfelder

    Die vorläufigen Handlungsfelder für das Klimaschutzkonzept sind:

     Energie

     Mobilität

     Klimabildung und Konsum

     Klimaschutz und die lokale Wirtschaft

     Planen, Bauen, Sanieren

     Anpassung an den Klimawandel

     Klimabewusste Stadt Gronau

  • Hintergrund

    Im Rahmen seiner internationalen Verpflichtungen verfolgt Deutschland das Ziel, bis 2050 treibhausgasneutral zu werden. Dazu wurden im Klimaschutzplan 2050 und im Klimaschutzprogramm 2030 Maßnahmen für die Sektoren Energiewirtschaft, Gebäude, Verkehr, Industrie und Landwirtschaft erarbeitet (hier geht’s zum Erklärfilm). Um die gesetzten Ziele zu erreichen, ist es allerdings notwendig, dass Klimaschutz auf allen Ebenen und von allen Akteuren mitgedacht wird.

    Die Kommune ist ein wichtiger Baustein für den Klimaschutz vor Ort. Während die gesetzlichen Weichen auf der EU-, Bundes- und Landesebene gestellt werden, hat sie beispielsweise Einfluss auf die Themen Verkehr, Bauen und Wohnen. Außerdem kann sie dazu beitragen, Klimaschutz für alle greifbarer und umsetzbarer zu machen, indem sie nicht nur mit gutem Vorbild vorangeht, sondern auch die Menschen vor Ort informiert, sensibilisiert und in ihrem täglichen Handeln zur Nachhaltigkeit motiviert. 

  • Nationale Klimaschutzinitiative

    Mit der Nationalen Klimaschutzinitiative initiiert und fördert das Bundesumweltministerium seit 2008 zahlreiche Projekte, die einen Beitrag zur Senkung der Treibhausgasemissionen leisten. Ihre Programme und Projekte decken ein breites Spektrum an Klimaschutzinitiativen ab: Von der Entwicklung langfristiger Strategien bis hin zu konkreten Hilfestellungen und investiven Fördermaßnahmen. Diese Vielfalt ist Garant für gute Ideen. Die Nationale Klimaschutzinitiative trägt zu einer Verankerung des Klimaschutzes vor Ort bei. Von ihr profitieren Verbraucherinnen und Verbraucher ebenso wie Unternehmen, Kommunen oder Bildungseinrichtungen.

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